Tipps & Info

Die wichtigsten Schuhregeln!

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Schuhkauf?

  • Zum Schuhkauf sollten Sie am frühen Nachmittag gehen. Das ist die beste Zeit, weil da Ihre Füße sozusagen die "Normalform" haben. Am Morgen sind die Füße normalerweise nicht angeschwollen, am Abend schon. Kaufen Sie spät Abends die Schuhe, so sitzen sie vielleicht am Morgen zu locker. Die "goldene Mitte" ist daher der beste Zeitpunkt.

Natürlich müssen Schuhe über einen längeren Zeitraum eingelaufen werden.

  • Neue Schuhe anfangs höchstens einen halben Tag tragen. Erst wenn sich Fuß und Schuhe aneinander gewöhnt haben, tragen Sie Ihre Schuhe den ganzen Tag.

Schuhanzieher beim Anziehen nicht vergessen!

Lederschuhe nehmen die Feuchtigkeit des Fußes auf.

  • Damit man sich in seinem Schuh richtig wohlfühlt, sollte man dasselbe Paar Schuhe nicht an 2 aufeinander folgenden Tagen tragen. Das gerade getragene Paar immer 24 Stunden lüften.

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Naturprodukt Leder

  • Das aktuelle Design, die ausgezeichnete Passform, die Verwendung von Naturleder, hochwertig gefärbt, zeichnen einen sehr schönen Schuh aus. Abweichungen in Farbe oder der Struktur des Materials sind Zeichen für die "Echtheit des Leders".
  • Wichtig: Ungefütterte Schuhe und modisch eingefärbte Futterleder und Futterstoffe, sowie Decksohlen können in Verbindung mit der natürlichen Wärme und Feuchtigkeit des Fußes abfärben. Dies ist kein Fabrikationsfehler und daher ebenfalls kein Reklamationsgrund.

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Wie funktioniert Gore-Tex?
PTFE, sprich Polytherafluorthylan, ist ein Stoff, der vor Wind und Wetter schützen kann. Unter der Bezeichnung Gore-Tex kommt er auch bei Schuhen zum Einsatz. GORE-TEX

Ende der 60er Jahre gelang es dem amerikanischen Chemiker Robert W. Gore erstmals, die Eigenschaften von PTFE auf Textilien zu übertragen. So entstand eine Membran, die einerseits zwar wasserundurchlässig ist, durch die zugleich aber Wasserdampf entweichen kann. Beeindruckend: Die Gore-Tex Membran weist 1,4 Milliarden Poren pro Quadratzentimeter auf. Jede Pore ist dabei 20.000mal kleiner als ein Wassertropfen. Daher hat Regen keine Chance, durch die Membran hindurch und z. B. in das Innere eines Schuhes mit Gore-Tex Ausstattung zu gelangen. Die Poren sind jedoch groß genug, damit Körperfeuchtigkeit in Form von gasförmigen Wasserdampf entweichen kann. Genau genommen sind die Poren 700mal größer als Wasserdampfmoleküle. Der erste Schuh mit Gore-Tex Ausstattung kam 1980 auf den Markt. Es war die Firma Meindl, die als erste einen Trekkingschuh herstellte, der versprach, wasserfest und atmungsaktiv zu sein. Heute arbeiten rund 60 bekannte Hersteller mit Gore zusammen. Jährlich werden über 20 Millionen Paar Gore-Tex Schuhe verkauft. Dabei wird Gore-Tex nicht länger ausschließlich in Bergsteiger- und Wanderschuhen verwendet, sondern auch in Laufschuhen und hochwertigen Lederschuhen verarbeitet. Bei der Herstellung eines Gore-Tex Schuhes müssen einige ganz spezifische Anforderungen berücksichtigt werden. So darf zum Beispiel die Membrane nicht beschädigt werden. Auch auf die Auswahl der in einem Gore-Tex verarbeiteten Materialien wird großes Augenmerk gelegt. Beim Oberleder kommen etwa nur spezielle hydrophobierte Leder zum Einsatz, bei denen die einzelnen Lederfasern wasserabweisend ummantelt sind, die Poren zwischen den Fasern aber zwecks Erhaltung der Atmungsaktivität offen bleiben. Nicht nur bei der Materialauswahl, sondern auch bei der anschließenden Verarbeitung waltet höchste Vorsicht, um das Gore-Tex Laminat nicht zu beschädigen. So werden etwa beim Zusammennähen der die Laminate entsehenden Nähte mit einem Nahtversiegelungsband mittels einer Heißluft-Schweißmaschine geschlossen.
Damit Gore-Tex hält, was es verspricht, sind zahlreiche und zeitintensive Materialtests nötig. So werden nicht nur pro Jahr 18.000 Schuhe auf Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität getestet, sondern darüber hinaus auch jedes einzelne im Schuhschaft verwendete und für den Klimakomfort relevante Material. Vom Oberleder bis zum Nähfaden sind dies über 14.000 jährlich.
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